Interventionelle Therapie

Leberzentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Stephan Kersting, MBA

Interventionellen Therapie

Es stehen alle Möglichkeiten einer interventionellen Therapie zur Verfügung. So können Lebertumore CT-gesteuert über eine Punktion durch die Haut in örtlicher Betäubung verkocht (abladiert) werden (Abb. 1, 2).

Abb. 1: Leberzellkrebs (weisser Pfeil) vor (A) und nach Tumorgefäßverschluss (Embolisierung) (B).
Abb. 2: Leberzellkrebs (A) wird punktiert und verödet (abladiert) (B)

Leberzellkarzinome  (HCC) und andere Tumore werden hoch-selektiv über Leistenkatheter (Angiographie) verödet (Abb. 3). Dabei wird die Blutzufuhr zum Tumor unterbrochen und der Tumor stirbt ab. Gesundes Lebergewebe wird geschont und bleibt intakt.

Abb. 3: Leberzellkrebs (weisser Pfeil), vor (A) und nach (B) Verödung

In Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizinischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. med. Thorsten Kuwert) wird eine selektiv interne Radiotherapie (SIRT) von Lebertumoren durchgeführt. Über die Leistenschlagader und die Leberarterie werden dabei mit Yridium 90 beladene Kügelchen in den Tumor appliziert. Dieser wird dann von innen bestrahlt, was die Tumorzellen abtötet.

Abb. 4: Vor SIRT (1), 3 Monate nach SIRT (2), Verteilung der Radioaktivität

Durch diese schonenden Verfahren wird der Patient wenig belastet. Der Krankenhausaufenthalt ist in der Regel nur kurz. Die interventionellen Verfahren können mehrfach wiederholt oder in Kombination mit anderen Therapien (z. B. Chemotherapie oder Operation) eingesetzt werden.

 
Direktlinks

Nuklearmedizin